„Die progressiven Nostalgiker“ ein wirklich lustiger Film

Per Waschmaschine in die Zukunft
Es ist ein alter Menschheitstraum, in andere Zeiten zu reisen. Wer würde nicht mal gerne in die Vergangenheit verschwinden oder die Zukunft erkunden? Dumm nur, wenn das unfreiwillig passiert. Genau das erleben die französischen Eheleute Michel und Hélène im Jahr 1958 in Vinciane Millereaus charmanter Filmkomödie „Die progressiven Nostalgiker“. Als sie im Streit um eine Waschmaschine einen Kurzschluss auslösen, landen sie im Jahr 2025. Dort warten jede Menge Überraschungen auf sie.
Ein Familien-Idyll im Frankreich der 1950er Jahre: Michel (Didier Bourdon), mittelmäßig, ist Bankangestellter und Ernährer, seine bessere Hälfte Hélène (Elsa Zylberstein), mit Dauerwelle, aber aufsässig, kümmert sich um Haushalt und Kinder. Das patriarchale Paradies scheint perfekt, bis ein Kurzschluss der gerade eingezogenen Waschmaschine die beiden ins Jahr 2025 katapultiert. Plötzlich sind die Rollen neu verteilt. Während sich Hélène aller Ahnungslosigkeit zum Trotz erstaunlich gut als karriere-intensive Powerfrau schlägt, muss sich Michel als Hausmann im Smart-Home abmühen. Statt Unterwerfungsrhetorik braucht Michel nun Empowerment, Hélène genießt die Freiheit der Emanzipation. Doch die schöne neue Welt hat so ihre Tücken: der virtuelle Sprachassistent ist ein sturer Bock, die Möbel muss man sich selbst zusammenschrauben, der Hundekot wird vom Boden aufgehoben und die eigene Tochter möchte ihre Freundin heiraten. Jetzt reicht es dem entmachteten Familienoberhaupt. Es geht zurück in die gute alte Zeit und zwar sofort! Wenn er nur wüsste, wie man die smarte Waschmaschine auf Zeitrückreise programmiert.
Karten unter cineo.de oder bei der Buchhandlung Schepers in Friesoythe